Die Pianistin Jimin Oh-Havenith hat den Großteil von Brahms‘ Klavierwerken am Stück aufgenommen.
„Ich sitze auf dem Balkon des Leibnitz-Saals im Hannover-Kongresszentrum. Unter mir blicke ich auf den schwarzen Bösendorfer-Flügel von Jimin Oh-Havenith. Während der Klavierstimmer seine Arbeit macht, schweift mein Blick auf die dezent stuckierte Decke des neoklassizistischen Saales mit seinen griechischen Säulen. Pianistin Oh-Havenith und Tonmeister Justus Beyer haben sich diesen Ort bewusst ausgesucht für ihre Aufnahme. […]
Schließlich hat sie sich einiges vorgenommen für die kommenden drei Tage. Sie möchte sämtliche Klavier-Variationen, Balladen, Rhapsodien, Walzer, Intermezzi und andere Klavierstücke von Brahms aufnehmen. […]. Auf den drei CD soll eine Art Gesamtbild des Menschen, des Künstlers Brahms entstehen, so wie die Pianistin ihn sieht. Für mich ist es ein faszinierendes Erlebnis auf meinem Balkon hoch über der Szenerie. Ich kann Jimin Oh-Havenith’s Hände über die Tasten flitzen sehen, ich spüre aber auch die starke Konzentration, mit der sie musiziert. […]
Brahms Klaviermusik als Ganzes ist unglaublich farbenreich und tiefgründig und allmählich kann ich nachvollziehen, warum sich Jimin Oh-Havenith diese Strapazen antut. […]. Gut dreieinhalb Stunden Klaviermusik von Johannes Brahms enthalten die drei CDs am Ende, genug Hörstoff für einen tiefen Einblick in die Seele von Johannes Brahms und der Pianistin Jimin Oh-Havenith.“
(Jan Ritterstaedt, | wdr.de| 28.11.2025, => Link zur Sendung)