„Die aus Südkorea stammende Pianistin Jimin Oh-Havenith ist eine Spezialistin für die deutsche Romantik. Nach drei CDs mit Musik von Robert Schumann hat sich die Künstlerin nun ganz ausführlich Johannes Brahms gewidmet. Auf drei CDs spielt sie einen Großteil seiner Klaviermusik. Da sind die Händel-Variationen dabei, die Variationen über ein eigenes Thema und auch die Schumann-Variationen. Außerdem viele der wunderbaren späten Klavierstücke, die Bach-Chaconne für die linke Hand allein und die Balladen und Rhapsodien. Die […] Musikerin ist eine extrem erfahrene Pianistin mit Geschmack und Stilgefühl. Besonders gefällt mir an ihrem Spiel die Klangkultur und extreme Deutlichkeit. Sie verschluckt kein Detail, ihre Stimmführung ist glasklar, und sie trifft den typischen Brahms-Sound zu hundert Prozent. Hier spielt keine „Junge Wilde“ am Klavier, sondern eine Musikerin mit tiefer Einsicht in die Musik von Brahms. […]
Ein sämiger und süffiger Brahms-Klang der Pianistin Jimin Oh-Havenith. Das war sie mit den beiden Rhapsodien op. 79 von Johannes Brahms, zu hören auf ihrer neuen Dreier-CD-Box mit vielen seiner wunderbaren Klavierstücke. Jimin Oh-Havenith trifft hier Charakter und Ton des Komponisten sehr genau. Dazu kommt übrigens auch ein herrlich klingender Flügel, dessen Klang ich ideal finde für Brahms […].
„Jimin Oh-Havenith taucht hier ganz tief ein in den Brahms-Kosmos. Sie trifft den Ton dieser Musik genau, spielt mit wunderbaren Klangfarben und glasklarer Stimmführung. Besser kann man gerade die späten Klavierstücke von Brahms kaum spielen. […] Sehr melancholisch, aber auch sehr schön – das Intermezzo h-moll aus den Klavierstücken op. 119 von Johannes Brahms. Das war eine neue Aufnahme mit der Pianistin Jimin Oh-Havenith. […] Eine wunderbare Aufnahme, in der Jimin Oh-Havenith gerade dem späten Brahms ganz nahekommt. Sie spielt dessen komplexe Musik mit einer idealen Balance von Herz und Verstand.
(Wilfried Schäper, Bremen Zwei, Klassikwelt, 18.01.2026 & 29.03.2026)