„Hochdifferenzierte Interpretationskunst“ – PIANONews 25.08.2021

„Dass Pianisten die Klassiker des Repertoires regelmäßig spielen und in ihre Konzert- und Albenprogramme geschickt einbinden, ist selbstverständlich. Aber die beliebtesten Stücke für Klavier Solo unter dem Titel „K(now)n Piano“ gleich zum Schwerpunkt eines Doppelalbums zu machen wie Jimin Oh-Havenith, erfordert sowohl Mut als auch ein Konzept. Die Pianistin, die sich durchaus als eine Art „Geschichtenerzählerin“ auf dem Klavier versteht, ist überzeugt, dass jede Aufführung eines dieser unendlich oft gehörten Stücke neue Aspekte ihrer Wahrnehmung offenbart, und dass der Interpret dieser gutbekannten Werke sie durch Neuinterpretation in die Gegenwart befördert, ihr eine Einzigartigkeit im Jetzt, im „now“ verleiht, dessen drei Buchstaben sich im Wörtchen „known“ verbergen.

Jimin Oh-Haveniths hochdifferenzierte Interpretationskunst macht das Hören dieser CDs zu einem Erlebnis. Jedes der Stücke von Schumanns „Träumerei“ über Beethovens „Für Elise“ bis hin zu Ravels „Jeux d’eau“ atmet einen individuellen Ausdruck und legt Zeugnis ab, wie intensiv und wie gefühlvoll sich diese Pianistin mit den Werken beschäftigt hat und immer wieder neu beschäftigt.“

K[NOW]N_PIANO_Jimin Oh-Havenith

Helmut Peters, PIANONews 05-2021, 28.09.2021

Hochdifferenzierte Interpretationskunst

„Dass Pianisten die Klassiker des Repertoires regelmäßig spielen und in ihre Konzert- und Albenprogramme geschickt einbinden, ist selbstverständlich. Aber die beliebtesten Stücke für Klavier Solo unter dem Titel „K(now)n Piano“ gleich zum Schwerpunkt eines Doppelalbums zu machen wie Jimin Oh-Havenith, erfordert sowohl Mut als auch ein Konzept. Die Pianistin, die sich durchaus als eine Art „Geschichtenerzählerin“ auf dem Klavier versteht, ist überzeugt, dass jede Aufführung eines dieser unendlich oft gehörten Stücke neue Aspekte ihrer Wahrnehmung offenbart, und dass der Interpret dieser gutbekannten Werke sie durch Neuinterpretation in die Gegenwart befördert, ihr eine Einzigartigkeit im Jetzt, im „now“ verleiht, dessen drei Buchstaben sich im Wörtchen „known“ verbergen.

Jimin Oh-Haveniths hochdifferenzierte Interpretationskunst macht das Hören dieser CDs zu einem Erlebnis. Jedes der Stücke von Schumanns „Träumerei“ über Beethovens „Für Elise“ bis hin zu Ravels „Jeux d’eau“ atmet einen individuellen Ausdruck und legt Zeugnis ab, wie intensiv und wie gefühlvoll sich diese Pianistin mit den Werken beschäftigt hat und immer wieder neu beschäftigt.“